Dicke Wollpullover, Unterwäsche aus Angora und Schuhe, in denen sich der Fußpilz so richtig wohlfühlt…

Einst war dies für den Outdoor-Sport völlig normal. Joggen oder Rad fahren, wie es heute in der kalten Jahreszeit möglich ist, daran wäre damals nicht zu denken gewesen. Die Sportindustrie hat in den letzten Jahren wahre Wunder zustande gebracht und so können wir heute aus Sportkleidung wählen, die nicht nur gut aussieht, sondern auch ihren Zweck optimal erfüllt.

Moderne Fasern für Bequemlichkeit

Die Anforderungen an die moderne Sportkleidung sind groß. Sie muss vor Kälte, Wasser oder starker Sonneneinstrahlung schützen. Schweiß soll abgeleitet werden, ohne dass Shirt und Hose nass werden und der Körper darf nicht überhitzen. Dabei liegt die Priorität darauf, dass die Hautoberfläche sowohl bei Wärme als auch Kälte trocken gehalten wird. Nässe und Kälte dürfen keinesfalls eindringen. Im Gegensatz dazu muss aber auch für die Schweißverdunstung bestens vorgesorgt werden, damit der Kühlmechanismus des Körpers nicht unterbrochen wird. All dies wird heute durch Sportkleidung gewährleistet, die aus modernen Kunstfasern hergestellt ist. Diese Kunstfasern leiten Schweiß nach außen und saugen ihn auf, wie dies Baumwollfasern tun. Die Verdunstung findet damit nicht direkt auf der Haut statt, sondern an den äußeren Kleidungsschichten. Daneben isolieren diese Fasern optimal gegen Kälte von außen, sodass dicke Jacken und Woll-Unterwäsche der Vergangenheit angehören. Zusätzlich gibt es Materialien, die im Sommer, vorwiegend beim Wassersport vor Sonnenbrand schützen, indem sie die gefährlichen UV-Strahlen erst gar nicht an die Haut lassen. Wichtig ist, dass Sportkleidung immer aus mehreren Schichten besteht.

Jedes Kleidungsstück muss passen

Damit man sich beim Sport so richtig wohlfühlt, darf die Sportkleidung natürlich auch an keiner Stelle reiben. Bei Radlerhosen wird dies durch die Polsterung erreicht. Die Reibung findet damit zwischen Satteloberfläche und Haut statt und verhindert unangenehme Verletzungen. Auch bei den Socken macht man sich dieses System zunutze. Laufsocken dürfen keinesfalls aus Baumwolle sein, denn dies würde die Blasenbildung fördern. Stattdessen sollten Wasser ableitende Funktionsfasern vorgezogen werden. Besonderen Wert müssen Sportler immer auf das Schuhwerk legen. Diese müssen bestens passen, um Blasen oder Druckstellen zu vermeiden. Frauen benötigen beim Sport stützende BHs, die nicht scheuern dürfen und auch atmungsaktiv sein müssen. Keinesfalls dürfen sie bei Anstrengung das Atemvolumen einschränken. Einige Sport-BHs sind sogar mit integrierten Puls-Messgurten erhältlich. Bei der Wahl der richtigen Sportkleidung sollte unbedingt auf die Größe geachtet werden. Sie sollte angenehm am Körper anliegen, denn zu weite Kleidung führt wieder zu Reibung. Besonders was die richtigen Schuhe, im speziellen Joggingschuhe anbelangt, ist eine perfekte Passform das A und O.

Die richtige Pflege der Sportbekleidung

Sportkleidung benötigt aber auch ganz spezielle Pflege, damit man lange Freude daran hat. Idealerweise reinigt man seine Funktionsbekleidung mit speziellen Feinwaschmitteln. Diese nehmen auch gleichzeitig eventuellen Schweißgeruch, der sich nicht mit allen Waschmitteln entfernen lässt, und hilft die Form beizubehalten. Weichspüler darf nicht verwendet werden. Er zerstört die schweißleitenden Eigenschaften. Outdoor-Ausrüstungen müssen von Zeit zu Zeit imprägniert werden. Dies sollte unbedingt nach den Pflegehinweisen des Herstellers geschehen. Mit der richtigen Pflege ist die moderne Sportkleidung lange der beste Trainingspartner.