Hunde brauchen ihren Auslauf, genauso wie wir Menschen unsere Bewegung: Was läge da für Hundehalter näher, als beides zu kombinieren? Gerade bei der Trendsportart Fastenwandern vereinbaren Hundebesitzer gesunde und bewusste Lebensführung ideal mit der Liebe zu ihrem Haustier. Da sich Fastenwandertouren meist über mehrere Tage erstrecken, erhalten Mensch und Vierbeiner während dieser Zeit ausgiebig Gelegenheit zu körperlicher Betätigung.

Was ist Fastenwandern?

Fastenwandern vereint die heilsame Wirkung des Fastens mit den positiven Effekten von Wandertouren. Die Kombination aus gezielter Nahrungsaufnahme und regelmäßiger Bewegung regt den Stoffwechsel an, was den Organismus des Fastenwanderers entgiftet. Durch die Bewegung bauen sich zusätzlich unliebsame Speckpölsterchen ab, wodurch das Wunschgewicht wieder in erreichbare Nähe rückt. Darüber hinaus profitiert die Psyche von den langen Wandertouren, die in die schönsten Regionen Deutschlands führen. Ob im Schwarzwald, in der fränkische Schweiz oder an der Ostsee, viele Wanderungen setzen auf die beruhigende und erholsame Wirkung der Natur, um einen Ausgleich vom Alltagsstress zu schaffen. Die meisten Wandertouren führen daher durch idyllische Landstriche, malerische Wälder und durch majestätische Gebirgszüge. Und was dem Menschen gefällt, gefällt auch seinem besten Freund, dem Hund.

Fastenwandern mit Hund – die Do’s and Dont‘s

Wer seinen Liebling zu seinen Fastentouren mitnimmt, schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen haben Herrchen und Frauchen ihren geliebten Vierbeiner im Wanderurlaub dabei, sodass die Suche nach einer vertrauenswürdigen Unterkunft während dieser Zeit entfällt. Auf diese Weise bleiben die treuen Gefährten des Menschen bei ihrer wichtigsten Bezugsperson, statt von ihr über mehrere Tage getrennt zu sein. Zum anderen sind Hunde gut für die menschliche Psyche, wie zahlreiche Studien belegen. Fastenwandern mit Hund verstärkt aus diesem Grund die ohnehin schon wohltuende Wirkung des Fastenwanderns auf die mentale Verfassung eines Menschen. Damit die Zeit des Fastenwanderns zu einem gelungenen Erlebnis für Mensch und Tier wird, gibt es einige Aspekte bei den gemeinsamen Touren zu beachten: 

Das Tier selbst: Jeder Hundehalter weiß, dass sein Liebling individuell ist. Das bedeutet jedoch auch, dass nicht jeder Hund gleichermaßen für eine Wandertour geeignet ist. Je nach Alter, Größe, Gesundheitszustand und Rasse des Tieres variiert die Fitness und der Bewegungsdrang. Besonders junge und gesunde Hunde bekommen durch die ausgiebige Fastenwanderung endlich einmal den Auslauf, den sie sich schon immer gewünscht haben. Jedoch gilt es beim Fastenwandern mit Hund zu beachten: Größere Hunde besitzen meist eine höhere Ausdauer als kleinere Hunderassen, weswegen ihnen längere Touren eher in den Adern liegen.

Die Ausrüstung: Auch wenn viele Touren an Seen und Flüssen vorbeiführen, hat der erfahrene Hundehalter stets genügend Wasser für sich und seinen Vierbeiner dabei – schließlich erstrecken sich die Fastenwanderungen oft über mehrere Stunden. Deswegen ist es auch durchaus sinnvoll, die eine Stärkung in Form von Leckerlis im Proviant dabei zu haben. Da beim Herumtollen in der Natur auch einmal der ein oder andere Splitter in die Pfoten gerät oder die Schnauze eine Schramme davonträgt, ist ein Erste-Hilfe-Set für Hunde Pflicht auf den Touren. Auch Kottüten gehören zur Ausrüstung mit dazu.

Andere Tiere: Hunde wollen nur spielen – aber andere Tiere missverstehen diese Motivation schnell. Damit es zu keinem Missverständnissen mit Nutz- und Waldtieren während des Fastenwanderns kommt, sollten Hunde in der Nähe anderer Tiere immer an die Leine genommen werden. Gerade bei den längeren Touren eignet sich ein Brustgeschirr dafür besser als ein Halsband, da dies die sensiblere Halsregion schont.