Die meisten kennen es wohl: das Problem mit der Motivation. Andere nennen es auch den „inneren Schweinehund“…

Und mit Sicherheit stellen sich auch viele die Frage, wie kann ich diesen Schweinehund überwinden?

Denn geht es uns nicht allen so: „ich möchte doch fit, gesund und sportlich sein. Möchte alt werden und bis dahin am besten richtig gut aussehen und leistungsfähig sein!“

Doch, das feste Vorhaben vom Vorabend, endlich mal wieder ins Fitnessstudio zu gehen, eine ausgedehnte Runde zu joggen, oder gar mit dem Rauchen aufzuhören und endlich auf eine gesunde Ernährung umzusteigen – erscheint am nächsten Morgen schon wieder unerreichbar und wird dann doch wieder auf das nächsten Morgen verschoben.

Wie bekomme ich mich motiviert?

Ein Ansatz ist, sich mit der Vorgehensweise von Spitzensportlern zu beschäftigen, die es ja offenbar schaffen, monatelang, jahrelang täglich die nötige Motivation zu haben sich zu quälen und den Körper zu trimmen.
Wir haben mal einige Tipps gesammelt und wollen Euch diese in diesem Beitrag vorstellen:

Visualisierung von entfernten Zielen

Der wohl gängigste mentale Trick ist wohl, das Ziel vor Augen zu haben. Es geht besser sich zu einer sportlichen Leistung zu motivieren, wenn man nicht das kurzfristige Ziel im Sinn hat. Also möglichst nicht daran zu denken, wie man die nächste Übung schafft, wie man den nächsten Kilometer bewältigt. Nein, besser ist es das langfristige Ziel vor Augen zu haben. Stell Dir vor, wie Du in ein paar Monaten aussehen möchtest. Visualisiere Dir, wie viele Kilometer Du in ein paar Monaten laufen möchtest. Halte Dir vor Augen, wie Du in ein paar Jahren aussehen und Dich fühlen wirst, wenn Du weiterhin kontinuierlich trainierst.
Diese Sichtweise macht deshalb mehr Sinn, weil unser Gehirn mit kurzfristigen Erfolgen nur bedingt etwas anfangen kann. Langfristige Ziele hingegen, sorgen für eine erhöhte Bereitschaft an seine Grenzen zu gehen und sich auch mal aufzuraffen, wenn man eigentlich nicht wirklich Lust hat.

Trainingspartner als Motivator

Eine etwas weniger visuelle aber doch sehr wirkungsvolle Methode ist das Trainieren mit einem Partner. Selbstverständlich wird man eher zum Training gehen, wenn man eine Verabredung hat. Sich selber abzusagen fällt wesentlich leichter, als eine Verabredung mit einem Freund abzusagen. Such Dir also einen Trainingspartner und erstellt am besten gemeinsam einen festen Plan mit Trainingszeiten.

Belohnung und Bestrafung

Eine weitere Vorgehensweise kommt aus der Verhaltenstherapie und verspricht große Erfolge, wenn man es eine Weile geschafft hat die Methode umzusetzen. In der Verhaltenstherapie wird sehr viel mit Bestrafung und Belohnung gearbeitet. Auf unseren Fall bezogen heißt das konkret: belohne Dich wenn Du Deine Ziele umgesetzt hast und bestrafe Dich wenn Du Dich hast gehe lassen, wenn Du Deine Ziele nicht erreicht hast. Klassisch kann das z.B. so aussehen, dass Du nach einer erfolgreich absolvierten Trainingseinheit ins Kino gehst, etwas richtig leckeres isst oder Dir Freizeit nimmst, um irgendetwas anderes zu unternehmen was Dir wirklich Spaß macht. Und wenn Du nicht erfolgreich warst – tja, dann musst Du Dir eine angemessene Strafe überlegen.
Dieses Prinzip bewirkt, dass Dein Unterbewusstsein erfolgreich umgesetzte Vorhaben mit einem positiven Gefühl, nämlich der Belohnung, verknüpft. Andersherum verknüpft Dein Unterbewusstsein eine nicht vollbrachte Idee mit der Bestrafung – also einem negativen Gefühl. Da unser Gehirn als eine der obersten Prioritäten unser Wohlgefühl und Glück hat, wird es massiv dafür sorgen, dass Du Deine Ziele auch umsetzt, wenn Du innerlich anfängst Dir Ausreden zu überlegen. Dein Unterbewusstsein wird ein Veto einlegen und alles daransetzen die bisher erlebte Belohnung auch wieder zu erhalten!

Um es abzukürzen:Finde erstmal heraus was Du eigentlich erreichen willst!
Überfordere Dich nicht, also nimm Dir nur realistische Ziele vor!
Bleib dran und beiße Dich fest!
Sei ein Wadenbeißer!
Belohne Dich – damit Du stets weiß weshalb Du Leistung bringst!

Wir hoffen sehr, dass wir Dir mit diesen kleinen Ratschlägen ein wenig helfen konnten – auf Deinem Weg zur Sportlichkeit!

Los geht’s!